Erleichterte Telefonie bei Demenz zielt darauf ab, die Bedienung durch technische Hilfsmittel zu vereinfachen, die soziale Teilhabe zu fördern und Sicherheit zu bieten. Spezielle Telefone und Handys für Demenzkranke zeichnen sich durch reduzierte Funktionen, große Tasten und Bildfunktionen aus. 

 

 

 

Wichtige Merkmale und Hilfsmittel für erleichterte Telefonie:

 

  • Fototasten (Bildtelefone): Wichtige Kontakte werden auf Tasten gespeichert, die mit Fotos der Personen versehen sind. Ein Druck auf das Bild verbindet direkt.
  • Senioren-Handys/Notrufuhren: Diese Geräte haben oft nur wenige Tasten, eine Notruftaste (SOS-Knopf) und teilweise eine GPS-Ortungsfunktion, um den Standort bei Hinlauftendenz zu übermitteln.
  • Automatische Anrufannahme: Diese Funktion ermöglicht es Angehörigen, eine Verbindung aufzubauen, ohne dass der Erkrankte aktiv abheben muss, was besonders in fortgeschritteneren Stadien hilfreich ist.
  • Reduzierte Menüführung: Einfache Festnetztelefone oder spezielle Senioren-Smartphones verzichten auf komplizierte Menüs, um Überforderung zu vermeiden.
  • Besondere Systeme (z.B. enna): Es gibt Systeme, bei denen Telefonate oder Videocalls durch das Auflegen von physischen Fotokarten auf ein Dock gestartet werden. 

 

Vorteile:

 

  • Erhalt der sozialen Kontakte und Teilhabe.
  • Entlastung für Angehörige durch einfache Kommunikation.
  • Erhöhte Sicherheit im Notfall durch Direktwahl- und SOS-Tasten. 

 

Es ist wichtig, das Telefon regelmäßig auf seine Eignung zu überprüfen, da sich die Bedürfnisse der betroffenen Person im Laufe der Demenz ändern können.